Wald­ba­den und Wald­früch­te

Span­nen­des und Ent­span­nen­des in den Wäl­dern Berl­ins und Bran­den­burgs

Lärche

Auf die­sen Ex­kur­sio­nen las­sen wir Im­pres­sio­nen, Ge­rüche, Aro­men und Ge­räu­sche des Wal­des auf uns wir­ken, ler­nen ess­ba­re Pil­ze, Kräu­ter und Früch­te so­wie de­ren Nähr­wert und Vi­tal­kräf­te ken­nen und schät­zen. An­ders als auf mei­nen pilz­kund­li­chen Ex­kur­sio­nen mit eher Lehr­cha­rak­ter, wer­de ich hier nicht viel Wor­te ma­chen, son­dern zu­sam­men mit Ih­nen die Spra­che der Na­tur durch Zu­­ren, Hin­se­hen, Füh­len, Rie­chen und Schmec­ken ent­schlüs­seln. Ent­span­nen­de Pha­sen, in de­nen wir die See­le bau­meln las­sen, wech­seln mit be­wuss­tem Wahr­neh­men der Ge­schen­ke der N­atur

Ex­kur­si­ons­lei­ter: Dirk Har­mel
Ex­kur­si­ons­ta­ge: 1 x wö­chent­lich (von An­fang De­zem­ber bis En­de April i.d.R. sonn­tags vor­mit­tags, von An­fang Mai bis En­de Au­gust i.d.R. sams­tags vor­mit­tags, im übri­gen Zeit­raum i.d.R. frei­tags nach­mit­tags)
Be­ginn: ca. 10:00 h, am kon­kre­ten Ter­min ab­hän­gig vom ÖPNV
Dau­er: ca. 4 h/Exkursion

Sie kön­nen die Ex­kur­sio­nen ein­zeln bu­chen, bit­te schau­en Sie da­zu in die Ter­min­über­sicht. Ein kom­plet­tes Jahr mit Ein­stieg ab je­weils ak­tu­el­lem Da­tum  bie­te ich auch als güns­ti­ges Ge­samt­pa­ket an. Die meis­ten Ex­kur­sio­nen fin­den in Ber­lin, Ober­ha­vel & Bar­nim statt, Treff­punkt ist je­weils an ei­nem S- oder Re­gio­nal­bahn­hof. Ei­ni­ge aus­ge­wähl­te Zie­le mit be­son­ders in­ter­es­san­ten Ha­bi­ta­ten lie­gen auch wei­ter ent­fernt in Bran­den­burg. Dort­hin bil­den wir Fahr­ge­mein­schaf­ten.

 

Bärlauch

Wald­ba­den

   Was neu­er­dings als Wald­ba­den be­zeich­net wird, ist nichts an­de­res als ein Spa­zier­gang im Wald, wie Sie ihn viel­leicht auch schon als Kind mit Ih­ren El­tern un­ter­nom­men ha­ben. Das be­son­de­re hier­bei ist, die Sin­ne für die Spra­che der Na­tur, de­ren Bil­der, Ge­räu­sche, Ge­rü­che, Aro­men, For­men und Ober­flä­chen zu schär­fen und da­mit zu se­hen, hö­ren, rie­chen, schmec­ken und füh­len, was man vor­her viel­leicht noch nicht wahr­ge­nom­men hat­te.
   Neu da­ran ist ei­gent­lich nur, dass jetzt auch die Schul­me­di­zin er­kannt hat, welch vor­beu­gen­de und hei­len­de Wir­kung die Kraft der Bäu­me hat (-> Doku im ZDF). Ter­pe­ne und Fla­vo­noi­de in der Wald­luft stär­ken die kör­per­ei­ge­ne Ab­wehr und re­gen Selbst­hei­lungs­kräf­te an. Schon ein kur­zer Wald­spa­zier­gang senkt den Le­vel der Stress­hor­mo­ne Cor­ti­sol sowie Adre­na­lin und ist das bes­te The­ra­peu­ti­kum ge­gen Burn­out und De­pres­sio­nen.

Schönower Heide

   Die Brül­len­de Stil­le ist mir zum ers­ten Mal in der Schö­no­wer Hei­de be­geg­net, in de­ren streng ge­schütz­ter Kern­zo­ne ich kar­tie­re und mit Ih­nen ex­kur­sie­ren darf. Trotz ab­so­lu­ter Wind­stil­le hör­te ich nach ei­ni­ger Zeit ein erst lei­se pul­sie­ren­des, dann im­mer stär­ker an­schwel­len­des Rau­schen wie von ent­fern­ter Bran­dung. Es stell­te sich als das Strö­men des Blu­tes in den Ka­pil­la­ren des In­nen­oh­res her­aus. Ein an­de­res Mal, als ich beim An­geln am Ufer eines Wald­sees hin­ter mir ein im­mer deut­li­che­res Sir­ren hör­te, für das ich erst kei­ne Quel­le fin­den konn­te, bis ich sah, dass sich die trock­nen Bu­chen­blät­ter am Bo­den fast un­merk­lich be­weg­ten. Ei­ne Amei­sen­stra­ße war des Rät­sels Lö­sung.
   Noch in­ten­si­ve­re Emo­tio­nen ver­ur­sa­chen Ge­rüche, die oft tief in uns ver­gra­be­ne Er­in­ne­run­gen ans Licht ho­len. „Der Ge­ruchs­sinn ist der Sinn der Er­in­ne­rung und des Ver­lan­gens“ (Jac­ques Rous­seau). Oft­mals ir­ri­tie­ren uns da­bei die Le­be­we­sen des Wal­des mit Düf­ten, die man hier nicht ver­mu­tet. Auch gilt es, den Ge­ruchs­sinn zu schär­fen, der bei den meis­ten von uns durch künst­li­che Aro­men, die in fast al­len ver­ar­bei­te­ten Le­bens­mit­teln stec­ken, ma­ni­pu­liert ist. Erst neu­lich ha­be ich die Teil­neh­mer ei­ner Ex­kur­si­on auf ei­nen Duft auf­merk­sam ge­macht, den außer mir nie­mand wahr­ge­nom­men hat­te. Dann konn­ten sie ihn zwar rie­chen doch kei­ner wuss­te ihn ein­zu­ord­nen. Erst als ich sie bat, an Mar­zi­pan zu den­ken, fiel es al­len wie Schup­pen aus der Na­se und je­der hat an­schlie­ßend den Laub­holz-Harz­por­ling, von dem der Duft aus­ging, schon in zig Me­tern Ent­fer­nung am Ge­ruch er­kannt.

 

Japanischer Staudenknöterich

Waldfrüchte

   Vor nicht all­zu lan­ger Zeit ver­trau­te man noch der hei­len­den Wir­kung von Kräu­tern und Früch­ten. Die Seg­nun­gen der Schul­me­di­zin möch­te ich kei­nes­wegs mis­sen, doch Vor­beu­gen ist bes­ser als Hei­len und da­zu bie­tet die Na­tur Un­er­setz­li­ches. Wäh­rend die west­li­che Wis­sen­schaft dem lan­ge skep­tisch ge­gen­über stand, weiß die Tra­di­tio­nel­le Chi­ne­si­sche Me­di­zin (TCM) die Ge­schen­ke der Na­tur seit Lan­gem zu schät­zen. In­zwi­schen be­sinnt man sich auch im Abend­land da­rauf, ver­lo­ren ge­gan­ge­nes Wis­sen aus­zu­gra­ben und neu­es zu schaf­fen. Schon lan­ge be­schäf­ti­ge ich mich mit dem Nähr- und Heil­wert von Pil­zen, Kräu­tern und Früch­ten und freue mich, den da­zu neu ge­schaf­fe­nen Lehr­gang der Hoch­schu­le für Wirt­schaft und Um­welt Nür­tin­gen-Geis­lin­gen be­su­chen zu kön­nen, den ich in die­sem Jahr mit der Prü­fung zum Hoch­schul­zer­ti­fi­kat Fach­be­ra­ter für Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen ab­schlie­ßen wer­de.
   Ganz un­ab­hän­gig vom Heil­wert der Wald­früch­te bie­ten die­se na­tür­lich auch un­ver­gleich­li­che Ge­nüs­se, die man im Su­per­markt ver­ge­bens sucht. Bär­lauch kennt je­der, aber ha­ben Sie schon ein­mal die Spros­sen vom Ja­pa­ni­schen Stau­den­knö­te­rich pro­biert? Ken­nen Sie den un­ver­gleich­li­chen Ge­schmack vom Edel-Reiz­ker? Ein paar Vo­gel­bee­ren ma­chen aus Bir­nen­kom­pott ein Gour­met-Top­ping. Freu­en Sie sich auf die Ga­ben der Na­tur, von de­nen uns das gan­ze Jahr über wel­che zur Ver­fü­gung ste­hen. Da­zu wer­de ich zu je­der Ex­kur­si­on ei­ne Kost­pro­be der von mir kon­ser­vier­ten Schät­ze mit­brin­gen.