PSV-Kurs I

Kurs­lei­ter: Dirk Har­mel

   Die PSV-Kur­se be­rei­ten auf die Prü­fung zum Pilz­sach­ver­stän­di­gen (PSV) vor, die im An­schluss an den PSV-Kurs IIstatt­fin­det. Die Teil­nah­me an die­sen Se­mi­na­ren lohnt na­tür­lich auch oh­ne die­ses Ziel. Sie er­hal­ten hier das Rüst­zeug, um ei­nen un­be­kann­ten Fund selb­stän­dig zu be­stim­men. Wei­ter­hin sind Sie dann in der La­ge, ver­schie­de­ne Ha­bi­ta­te zu er­ken­nen und vor­her­zu­sa­gen, wel­che Pilze wann und wo zu fin­den sind.

   Die PSV-Kur­se bau­en auf das An­fän­ger­se­mi­nar auf. Die vor­he­ri­ge Teil­nah­me an je­nem Se­mi­nar ist nicht Vor­aus­set­zung, um an den PSV-Kur­sen teil­zu­neh­men. Sie soll­ten je­doch die im An­fän­ger­kurs be­han­del­ten Grup­pen von Pil­zen und de­ren Ha­bi­tus gut ken­nen und mit Be­stim­mungs­schlüs­seln ver­traut sein. Wei­ter­hin sind Grund­kennt­nis­se über die Le­bens­wei­se der Pil­ze und de­ren Bio­to­pe wün­schens­wert. Die bei­den PSV-Kur­se sind the­ma­tisch von­ein­an­der un­ab­hän­gig, kön­nen al­so in be­lie­bi­ger Rei­hen­fol­ge wahr­ge­nom­men wer­den.

 

Zeit und Ort

In 2018 fin­den die PSV-Se­mi­na­re im Ho­tel Schleu­sen­müh­le im Bar­nim (Land Bran­den­burg) statt.

Treffen für den PSV-Kurs I:

01.10.2018
09:00 Uhr
Bahnhof Ruhlsdorf-Zerpenschleuse
Bahnhofstr. in 16348 Marienwerder (Gemeinde Wandlitz)
ÖPNV: RB 27; 08:27 ab S-Bhf. Karow (ohne Gewähr)

 

Buchung:

Das Seminar kann ohne Übernachtung im Hotel wahrgenommen werden. Hier geht's zur Buchung.

 

Übernachtung:

Wenn Sie im Hotel wohnen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an den dieses unter Tel. 03335 3658816. Bitte geben Sie bei Buchung an, dass Sie an dem Seminar teilnehmen.

 

Dauer:

Vier Tage (Ende am 04.10.2018; ca. 18:00 h am Bhf Ruhlsdorf-Zerpenschleuse)

 

Inhalt und Ablauf sowie Exkursionsgebiete des Seminars:

   Wenn nicht al­le Teil­neh­mer im Ho­tel über­nach­ten, son­dern täg­lich mit Bahn an­rei­sen, tref­fen wir uns je­den Mor­gen um 09:00 am Bhf. Ruhls­dorf, an­dern­falls im Ho­tel. Vor­mit­tags be­fas­sen wir uns im Se­mi­nar­raum des Ho­tels mit Theo­rie, die hier al­les an­de­re als grau ist. Wir un­ter­su­chen fri­sche Pil­ze, ler­nen de­ren Merk­ma­le ken­nen und ord­nen die Ar­ten be­stimm­ten Grup­pen zu. Wir se­hen, wie die­se Grup­pen in der Sys­te­ma­tik der Pil­ze ste­hen, was uns spä­ter hilft, ei­nen un­be­kann­ten Fund im Pilz­be­stim­mungs­buch zu fin­den. Wir ler­nen die öko­lo­gi­schen Be­din­gun­gen ken­nen, die ei­ne be­stimm­te Pilz­art be­nötigt. Mit die­sem Wis­sen kön­nen Sie zu­künf­tig vor­her­sa­gen, wel­che Pilz­art wann in wel­chem Ha­bi­tat zu er­war­ten ist. Wir be­fas­sen uns tie­fer mit Bo­den- und Pflan­zen­kun­de, so­dass Sie nun auch die ver­schie­de­nen Ha­bi­ta­te er­ken­nen kön­nen.

Wir wie­der­ho­len kurz fol­gen­de In­halte des An­fän­ger­se­mi­nars:

  • Auf­bau von Pil­zen
  • Er­näh­rungs­wei­se von Pil­zen (Sa­pro­bi­on­ten, Pa­ra­si­ten, Sym­bi­on­ten)

 

Und bau­en da­rauf auf:

  • Öko­lo­gie der Pil­ze
    • Kli­ma und Wet­ter
    • Bo­den­kun­de
    • Ein­füh­rung in die Pflan­zen­kun­de
      • Zei­ger­pflan­zen
      • Pflan­zen­ge­sell­schaf­ten
  • Die wich­tigs­ten be­stim­mungs­re­le­van­ten Merk­ma­le
  • Un­sys­te­ma­ti­sche Grup­pen (nach Merk­ma­len zu­sam­men­ge­fasst)
    • Ar­ten mit Hut, Stiel und La­mel­len so­wie hel­lem Spo­ren­pul­ver
    • Ar­ten mit Hut, Stiel und Röh­ren
    • Ar­ten mit Po­ren
    • Ar­ten mit bau­chi­gem Frucht­kör­per
  • Sys­te­ma­tik und No­men­kla­tur im Reich der Pil­ze

 

   Mit­tags be­steht die Mög­lich­keit, im Ho­tel zu spei­sen, dies ist aber nicht ob­li­ga­to­risch. Der Wirt bie­tet uns güns­ti­ge Grup­pen­me­nüs (mit Fleisch o. ve­ge­ta­risch) an, je­der kann selbst ent­schei­den, ob er dies möch­te.

   Nach­mit­tags ex­kur­sie­ren wir und wäh­len da­zu Or­te je nach ak­tu­el­ler Wet­ter­la­ge und Pilz­vor­kom­men. Nach Mög­lich­keit bil­den wir hier­zu Fahr­ge­mein­schaf­ten (war bis­her im­mer mög­lich). Ich freue mich, die Ge­neh­mi­gung zu ha­ben, Sie in be­son­ders ge­schütz­te Ha­bi­ta­te füh­ren und dort sam­meln zu dür­fen, in de­nen es sonst nicht er­laubt ist, von den We­gen ab­zu­wei­chen oder die gar ei­nem stren­gen Be­tre­tungs­ver­bot un­ter­lie­gen. Dies sind bspw.:

  • NSG Non­nen­fließ/Schwä­rzetal (ba­si­sche Bö­den, Wald­gers­ten-Bu­chen-Wald)
  • FFH Schö­no­wer Hei­de, dort das To­tal­re­ser­vat (Sand-Troc­ken­ra­sen, Zwerg­strauch­hei­de, Vor­wald mit Bir­ken, Kie­fern, Es­pen)
  • Schorf­hei­de (sau­re Bö­den mit Weiß­moos-Kie­fern­wäl­dern und Wa­chol­der­hei­den, auch ei­ni­ge ba­si­sche Be­rei­che)
  • Oder­hän­ge (troc­ken­war­me Trau­ben­ei­chen­wäl­der, ba­si­phi­le u. xe­ro­ther­me Pflan­zen­ge­sell­schaf­ten)
  • Ga­men­grund (Ei­chen-Hain­bu­chen-Wald)
  • NSG Bie­sen­tha­ler Bec­ken (sau­re Bö­den mit Weiß­moos-Kie­fern­wäl­dern)

Be­glei­tend und er­gän­zend zum Kurs em­pfeh­le ich mein Buch Rei­se­füh­rer ins Reich der Pil­ze.

 

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