NSG Stechlin und NSG Kleine Schorfheide

Ganztagesexkursion in die schönsten Naturschutzgebiete Brandenburgs mit Pilzvesper

 

Ex­kur­si­ons­lei­ter: Dirk Harmel

Nächs­ter Ter­min:

An­rei­se mög­lich mit RE 5 (ca. 1 h ab Ber­lin Süd­kreuz, Ber­lin Haupt­bahn­hof oder Ber­lin Ge­sund­brun­nen)

Ab Bhf. Dan­nen­wal­de bil­den wir Fahr­ge­mein­schaf­ten.

Zur Bu­chung

 

   Auf die­ser ganz­tä­gi­gen Ex­kur­si­on ler­nen wir zwei sehr un­ter­schied­li­che Ha­bi­ta­te ken­nen, wel­che ver­eint, dass Sie zu den land­schaft­lich schöns­ten und pilz­kund­lich in­ter­es­san­tes­ten in ganz Bran­den­burg ge­hö­ren. Das Na­tur­schutz­ge­biet Klei­ne Schorf­hei­de reicht west­lich bis in den Land­kreis Ober­ha­vel hi­nein und so lässt sich ein Be­such dort gut mit ei­nem im Na­tur­schutz­ge­biet Stech­lin ver­ei­nen.
   Mit­tags ma­chen wir ei­ne aus­gie­bi­ge Pau­se mit Pick­nick an ei­nem ab­seits jeg­li­cher Zi­vi­li­sa­ti­on ge­le­ge­nen Teil der Ha­vel. Es gibt Spe­zia­li­tä­ten aus Pil­zen, je nach der je­wei­li­gen Sai­son wie bspw. Rot­kap­pen-But­ter, Körn­chen-Röhr­lings-Pes­to oder Edel­reiz­ker-Sa­lat, da­zu fri­sches Stein­ofen-Ba­guet­te und Bau­ern­brot, al­les in Bio-Qua­li­tät.
   Nach dem Ves­per keh­ren wir noch kurz in die Zie­gen­kä­se­rei Ca­prio­len­hof ein. Ne­ben Spe­zia­li­tä­ten aus Zie­gen­milch gibt es hier auch gu­ten Kaf­fee und Es­pres­so, der uns den Schwung für den zwei­ten Teil des Aus­flugs be­schert.

 

Espenhain
Espenhain

   Ei­ne Hei­de­land­schaft ist ge­kenn­zeich­net durch sau­re und im Durch­schitt sehr troc­ke­ne Si­li­kat­bö­den, auf de­nen Hei­de­kraut bzw. Eri­ka wächst. Die Area­le oh­ne Eri­ka wer­den als Sand­troc­ken­ra­sen be­zeich­net, hier sind das Klei­ne Ha­bichts­kraut und Sil­ber­gras die do­mi­nie­ren­den Pflan­zen. Wer­den die Flä­chen nicht be­wusst frei ge­hal­ten, et­wa durch Be­wei­dung, so sie­deln sich bald Bir­ken, Kie­fern und Es­pen an, da de­ren Sa­men vom Wind ver­brei­tet wer­den. Auf die­sen als Bir­ken-Kie­fern-Vor­wald be­zeich­ne­ten Flä­chen fi­ndet sich ei­ne au­ßer­ge­wöhn­lich ar­ten­rei­che Fun­ga, da die Bäu­me un­ter die­sen schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen auf die Un­ter­stüt­zung von Pil­zen an­ge­wie­sen sind, wel­che ih­nen Was­ser und Nähr­stof­fe aus dem Bo­den lie­fern. Im Ge­gen­zug er­hal­ten Sie da­für Zuc­ker und Fett­säu­ren von den Bäu­men, wel­che die­se durch Pho­to­syn­the­se her­stel­len, wo­zu die Pil­ze nicht in der La­ge sind.

 

Rotbuchen-Wald
Rotbuchen-Wald

   Nach der Pau­se geht's wei­ter in das NSG Stech­lin, doch las­sen wir den zwar schö­nen aber auch völ­lig über­lau­fe­nen Stech­lin­see links lie­gen und ex­kur­sie­ren an ei­nem na­he ge­le­ge­nen See , der nicht we­ni­ger schön ist und da­zu nur sel­ten Men­schen sich dort­hin ver­ir­ren. In dem über 20 m tie­fen, nähr­stoff­ar­men und da­mit glas­kla­rem Ge­wäs­ser kom­men Arm­leuch­ter-Al­gen und die Klei­ne Ma­rä­ne vor. Die Ufer sind recht steil, der Bo­den ab­schitts­wei­se sau­er und ba­sisch. Wei­te Tei­le sind mit Bu­che be­stan­den, klei­ne­re Area­le mit Fich­te. Hier wach­sen nicht nur Stein­pil­ze und an­de­re wär­me­lie­ben­de Röhr­lin­ge, son­dern auch ver­schie­de­ne Ko­ral­len (Ra­ma­ria) und der Äs­ti­ge Sta­chel­bart in gro­ßer Men­ge.

 

Dunkler Tann
Dunkler Tann

   Ab dem Treff­punkt Bhf. Dan­nen­wal­de fah­ren wir mit Pri­vat­au­tos in die Klei­ne Schorf­hei­de. Wenn Sie kein Fahr­zeug ha­ben, ver­mit­teln wir ei­nen Platz in dem ei­nes an­de­ren Teil­neh­mers. Die ers­ten vier An­mel­den­den haben Platz im Wa­gen des Ex­kur­si­ons­lei­ters. Wer selbst fährt, be­ach­te bit­te, dass die Fahrt über ca. 6 km Wald­weg geht, auf dem man mit PKW mit nor­mal ho­hem Fahr­werk lang­sam gut fah­ren kann. Für tie­fer lie­gen­de Au­tos ist die Strec­ke nicht ge­eig­net.
   Wie in al­len Na­tur­schutz­ge­bie­ten, so darf auch in den hier be­such­ten üb­li­cher­wei­se we­der von den We­gen ab­ge­wi­chen, noch dür­fen Le­be­we­sen ent­nom­men wer­den. Ich ha­be ei­ne Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung und freue mich, Ih­nen die­se ein­ma­lig schö­nen Ge­bie­te und die in ih­nen vor­kom­men­den Pil­ze und Pflan­zen zu zei­gen. Es ver­steht sich je­doch von selbst, dass wir hier pro Art nur klei­ne Men­gen zur Be­stim­mung sam­meln und nicht kör­be­wei­se für Spei­se­zwec­ke. Die von mir ge­reich­ten Pilz­spe­zia­li­tä­ten sind mehr als Ent­schä­digung da­für, ge­nie­ßen Sie die­se und die herr­li­chen Land­schaf­ten.

Zur Bu­chung