Klos­ter Lin­dow und Wutz­see

Pilz- und pflan­zen­kund­li­che Füh­rung in der Ost-Prig­nitz

 

Ex­kur­si­ons­lei­tung: Dirk Har­mel

Nächs­ter Ter­min:

20.08.2017
Be­ginn: 11:00 h
Dau­er: ca. 5 h inkl. 30 min. Pau­se
Ha­bi­tat: Kul­turland mit Linde auf ba­si­schem Bo­den, Wald­meis­ter-Bu­chen­wald, Er­len-Bruch
Treff­punkt: Bhf Lin­dow (Mark) 

Zur Bu­chung

 

   Wer sich in­ten­si­ver mit Pil­zen be­schäf­tigt, er­fährt bald, dass die­se nicht nur in Wäl­dern wach­sen. Loh­nende Ha­bi­ta­te fin­den sich oft mit­ten in Ort­schaf­ten, et­wa auf dem Dorf­an­ger oder dem Fried­hof, be­son­ders, wenn dort nähr­stoff­ar­me Bö­den sind und Bäu­me wach­sen, mit de­nen My­kor­rhi­za-Pil­ze Sym­bio­sen ein­ge­hen. Ein Ge­heim­tipp ist das Klos­ter Lin­dow. Im Klos­ter­gar­ten und dem Fried­hof des Ge­län­des ste­hen Lin­den, wel­che in Fors­ten nur sel­ten zu fin­den sind. Der Bo­den ist nähr­stoff­arm und ba­sisch, was in Bran­den­burg auch eher sel­ten der Fall ist. Bes­te Vor­aus­set­zun­gen al­so, für sel­te­ne Pil­ze.
 

   Und tat­säch­lich ha­be ich hier zum ers­ten und ein­zi­gen Mal in Bran­den­burg den Fran­si­gen Wulst­ling ge­fun­den, ei­ne Art aus der Gat­tung Ama­ni­ta mit sehr gro­ßem Frucht­kör­per, die man sonst nur auf Mu­schel­kalk fin­det, wie bspw. im Na­tio­nal­park Hai­nich.

   Lei­der hat­te ich bis­her nur ein­mal kurz im Früh­som­mer Ge­le­gen­heit, mir das Klos­ter­ge­län­de an­zu­se­hen. Das Ha­bi­tat und der Fund des Wulst­lings las­sen ver­mu­ten, dass hier noch ei­ni­ges an in­ter­es­san­ten Ar­ten auf Ent­dec­kung war­tet. Nach der Su­che im Klos­ter­gar­ten set­zen wir die Ex­kur­si­on ent­lang dem Ufer des Wutz­sees fort. Dort ste­hen vor­wie­gend Rot-Bu­chen, na­he zum Ufer Wei­den und Er­len.