Früh­jahrs­ex­kur­si­on Pracht­be­cher­lin­ge

Kurs­lei­tung: Dirk Har­mel

Nächs­ter Ter­min: 02.04.2017
Tref­fen: 10:15 h am Bhf. Bad Bel­zig
En­de: 13:30 am Bhf. Bhf. Bad Bel­zig
ÖPNV: RE 07 ab Ber­lin Alex­an­der­platz, Frie­drich­str., Haupt­bahn­hof, Zoo (oh­ne Ge­währ)

Österreichischer Prachtbecherling
Österreichischer Prachtbecherling

   Schon im Spät­herbst bil­det der Ös­ter­rei­chi­sche Pracht­be­cher­ling (Sar­cos­cy­pha aus­tria­ca) Frucht­kör­per aus, wel­che dann als steck­na­del­gro­ße Knöp­fe über­win­tern. Beim Ein­set­zen der Schnee­schmel­ze kon­tras­tie­ren die nun zu vol­ler Pracht ent­fal­te­ten Be­cher­lin­ge mit den ers­ten grü­nen Kräu­tern des Jah­res und den wei­ßen Res­ten des Schnees.

   Von der nörd­lich der Al­pen sel­te­nen Art gibt es nur we­ni­ge Fund­or­te in Bran­den­burg. Ei­ner da­von liegt in ei­ner Rum­mel bei Bel­zig. In­ter­es­san­ter­wei­se wach­sen die­se im Wes­ten Eu­ro­pas vor­wie­gend auf to­ter Ro­bi­nie, im Os­ten meist auf Wei­de. Durch Bran­den­burg ver­läuft die Gren­ze zwi­schen die­sen bei­den Ha­bi­ta­ten und so kön­nen wir den Pilz hier auf bei­den Holz­ar­ten fin­den.

Grimbarts Höhle in der Rummel
Grimbarts Höhle in der Rummel

   Die Rum­meln sind pe­ri­gla­zia­le Troc­ken­tä­ler, wel­che sich, ver­stärkt durch an­thro­po­ge­ne Bo­den­ero­sion, tief in man­che Fel­der des Ho­hen Flä­ming ge­gra­ben ha­ben. Hier sa­gen sich nicht nur Rei­ni­ke und Lam­pe Gu­te Nacht, auch Meis­ter Grim­bart baut Höh­len in die Sei­ten­wän­de der Schluch­ten. Mit et­was Glück be­geg­net er uns am frü­hen Mor­gen nach nächt­li­chem Raub­zug.

   Auf dem hie­si­gen Sand­bo­den er­war­ten uns Schar­bocks­kraut, Giersch, Gun­der­mann und an­de­re Kräu­ter, wel­che leicht sau­re bis neutrale Bö­den be­vor­zu­gen. Am tiefs­ten Punkt der Rum­mel wach­sen Kie­fern und zwi­schen ih­nen Früh­jahrs-­Lor­cheln. Im hö­her ge­le­ge­nen Ab­schnitt des Ta­les wächst dann vor­wie­gend Ahorn, Schle­he und Ro­bi­nie. Hier fin­den wir die Pracht­be­cher­lin­ge.