Exkursion Spätherbst- und Winterpilze

Ex­kur­si­ons­lei­ter: Dirk Harmel

Nächs­ter Ter­min: auf An­fra­ge
Bhf Schö­nwalde (BAR)
An der Bahn/Müh­len­bec­ker Chaus­see in 16348 Wand­litz / OT Schön­wal­de

Austernpilz - Pleurotus ostreatus
Austernpilz - Pleurotus ostreatus

   Et­was mit­lei­di­ge oder bes­ten­falls un­gläu­bi­ge Blic­ke wer­den Sie schon von Spa­zier­gän­gern ern­ten, wenn Sie mit Korb und Mes­ser in tief ver­schnei­ten Tann stap­fen. Ist der Korb voll, dann schau­en die Gaf­fer noch un­gläu­bi­ger doch nun recht nei­disch. Selbst vie­le Pilz­samm­ler den­ken, Speisepilze sei­en nur im Herbst zu fin­den.

   Die meis­ten Pilz­ar­ten lie­ben es tat­säch­lich warm und feucht, doch ein­i­ge er­schei­nen erst nach den ers­ten Nacht­frös­ten, teil­wei­se gar nach bit­te­rem Frost und blei­ben, wenn es da­nach schneit, un­ter der Schnee­dec­ke ap­pe­tit­lich frisch und war­ten nur da­rauf, von uns ent­deckt zu wer­den.

   Frost­schneck­ling und Win­ter­pilz ver­ra­ten schon durch ih­re Na­men, dass sie es et­was käl­ter mö­gen. Doch auch Aus­tern­pilz und we­ni­ger be­kann­te, den­noch min­des­tens ge­nau­so gut schmec­ken­de Ar­ten wie Vio­let­ter Rö­tel­rit­ter­ling wach­sen erst, wenn Ot­to­nor­mal­samm­ler sei­nen Korb schon im Kel­ler la­gert.

Ein Farbtupfer in grauem November
Ein Farbtupfer in grauem November

   Na­tür­lich soll­te man auch die­se Pil­ze si­cher be­stim­men kön­nen, wenn man sie es­sen möch­te. Da die Ar­ten­viel­falt in die­ser Jah­res­zeit je­doch nicht so groß ist wie im Spät­som­mer oder Früh­herbst, ge­hen wir an die­se Ex­kur­si­on nicht ganz so sys­te­ma­tisch he­ran, wie an die An­fän­ger­se­mi­na­re. Hier steht al­so mehr der Spaß an ei­ner Wan­de­rung in herbst­lich-gol­de­ner Land­schaft im Vor­der­grund, ge­fun­de­ne Pil­ze wer­den di­rekt im Ge­län­de be­stimmt und de­ren Merk­ma­le, eben­so wie die ih­rer Dop­pel­gän­ger, be­spro­chen.

   Die­se Wan­derung ist für An­fän­ger oh­ne Vor­kennt­nis­se eben­so ge­eig­net wie für Pilz­freun­de, die ihr Wis­sen er­wei­tern möch­ten.

Winterstimmung am Tegeler Fließ
Winterstimmung am Tegeler Fließ

   Die Wan­de­rung geht durch ei­nen Hain­sims­en-Rot­bu­chen­wald und ei­nen Kie­fern­forst. Bei den Bu­chen wach­sen um diese Zeit Aus­tern-Seit­lin­ge und Samt­fuß­rüb­lin­ge, bei den Kie­fern Rauch­blätt­ri­ge Schwe­fel­köp­fe und Frost-Schneck­lin­ge. Ne­ben die­sen Spei­se­pil­zen gibt es jetzt na­tür­lich noch vie­le an­de­re Ar­ten, die man zwar nicht es­sen kann, die uns aber mit ih­rer Schön­heit fas­zi­nie­ren, wie bei­spiels­wei­se die Saft­lin­ge.

   Bitte den­ken Sie da­ran, dass es um die­se Jah­res­zeit reg­nen und kalt sein kann. Bit­te klei­den Sie sich ent­spre­chend und den­ken auch an ei­nen Schirm. Der mit­un­ter et­was un­wirt­lich da­her­kom­men­de No­vem­ber ent­schä­digt mit ku­li­na­ri­schen Köst­lich­kei­ten aus dem Reich der Pil­ze. Im letz­ten Jahr ha­ben wir hier um die­se Zeit reich­lich Aus­tern-Seit­lin­ge ge­fun­den.

Was jeder benötigt

  • Ei­nen Korb oder ein an­de­res fes­tes Be­hält­nis
  • Ein schar­fes und sta­bi­les Mes­ser
  • Ei­nen Pin­sel
  • Fes­tes, was­ser­dich­tes Schuh­werk, re­gen­fes­te Klei­dung (am bes­ten at­mungs­ak­tiv) und einen Schirm